Eine Frau, die betet oder meditiert und der Himmel im Hintergrund

Erfahrungsbericht: Reiki und Glaube

Artikel aktualisiert am 05.11.2018

Was hat Reiki mit Glauben zu tun? Reiki ist an keine Religion gebunden und dennoch sprechen wir von der Einswerdung mit dem kausalen Prinzip (Gott, Buddha, Allah, das große Licht, das Universum, etc.). In diesem Erfahrungsbericht schildert C.W., wie sie durch Reiki ihren Glauben wiedergefunden hat.

Meine Anfänge des Glaubens

Hingabe zu Gott – Was bedeutet eigentlich das Wort „Glaube“? Hält man sich an Wikipedia, bezeichnet das Wort Glaube eine Grundhaltung des Vertrauens, vor allem im Kontext religiöser Überzeugungen. Nun gibt es eine Vielzahl an Religionen. Ob Christentum, Hinduismus, Islam, Judentum, Buddhismus – um nur einige zu nennen – sie alle vertreten verschiedene Glaubensrichtungen. Ich habe mich früher mit keiner von ihnen ernsthaft auseinandergesetzt, fühlte mich keiner wirklich zugehörig. Bedeutet dies nun, dass ich ungläubig war? Oder anders ausgedrückt – muss man einen Glauben haben, um an Gott zu glauben?

Ich kann mich nicht erinnern, dass ich früher einen festen Glauben hatte, zumindest war es kein Glaube an die katholische Kirche und an den von ihr dargestellten Gott. Im Gegenteil, die vielen Regeln und moralischen Vorstellungen, wie man zu leben hätte und die Art und Weise, wie dies vermittelt wurde, waren für mich befremdend und boten mir eher Anlass im Religionsunterricht zu diskutieren oder ihm grundsätzlich fern zu bleiben. Damit möchte ich nicht sagen, dass für mich der Begriff Gott nun grundlegend negativ konditioniert war, aber wirklich in mein Leben gelassen habe ich ihn auch nicht.

Habe keine Angst – habe Vertrauen

Was sich jedoch damals nachhaltig in meinem Leben festgesetzt hat, war folgender Satz meiner Mutter: „Keine Angst, egal was passiert, es wird einen Grund haben!“ Und obwohl ich diesen bald in- und auswendig in Kopf und Herz hatte und ich schon wusste, wenn etwas Schlimmes passiert war, was sie zu mir sagen würde – es war der einzige Satz, der einzige Gedanke, der mich wirklich trösten konnte. Heute weiß ich um dieses Geschenk, das den Grundstein für mein Vertrauen ins Leben und letztendlich in Gott (ohne ihn als solchen erkannt zu haben) gelegt hat. Das Vertrauen, dass irgendeine Kraft – welche wir nicht erfassen können – dazu beiträgt, dass Dinge geschehen, wie sie geschehen und alles seinen Grund hat, auch wenn wir ihn nicht immer verstehen. Ich hatte Vertrauen ins Leben und in die uns innewohnende Stärke, alle Situationen des Lebens meistern zu können. Und so glaubte ich auch daran, dass allen Religionen dieser Erde ein höheres Prinzip zu Grunde lag. Zu diesem Zeitpunkt konnte ich nicht wissen, dass dies für mich Gott und seine allumfassende Liebe ist.

„Die heiligen Symbole der fünf Weltreligionen (die auch andere umfassen und vertreten) sollen uns lehren, dass die Wahrheit viele Facetten hat und dass jede Facette zu ihrem leuchtenden Glanz und Wert beiträgt. Sri Sathya Sai Baba hat gesagt, dass das Kreuz die Botschaft der Auflösung des „Ich“ trägt, dass das Feuersymbol der Parsen dazu aufruft, die niedrigen Instinkte und Impulse in das Feuer zu werfen, dass das Rad des buddhistischen Glaubens an das Rad der Wiedergeburt ermahnt, an das wir gebunden sind, und an das Rad der Rechtschaffenheit, die uns befreien kann, dass der Halbmond und der Stern des Islams zu beständigem Glauben und unentwegter Treue zu dem Guten und zu Gott inspirieren, und dass das OM, das in sich alle Prozesse von Sein und Werden zusammenfasst, als Schlüssel zum spirituellen Erfolg gilt.“ – Aus dem Buch Sai Avatar Band 1

Der Reiki-Weg ist ein möglicher Weg, der uns die wahre Bedeutung dieser Worte lehrt. Dabei geht es nicht darum, diese mit dem Verstand zu erfassen, sondern sie mit jeder Faser unseres Herzens zu erfahren.

Durch Reiki zu Gott

Ein weißer Buddha, gold umrandetWas hat nun Reiki mit Glauben und Religion zu tun? Im Grunde gar nichts und doch ALLES. Reiki ist an keine Religion gebunden, sondern wird als die universelle Lebensenergie bezeichnet, die alles durchdringt – die Essenz allen Seins. Sie ist für mich Begleiter und Ziel zugleich auf dem Weg zu mir selbst. Zu Beginn dieses Weges war ich sehr sensibel in Hinblick auf alles, was auf eine moralisch religiöse Doktrin schließen ließ. Doch da gab es Nichts, im Gegenteil, Reiki steht für das Gefühl der Einheit, der Gemeinsamkeit und nicht Getrenntheit, der Liebe und Toleranz gegenüber allen Seins, so auch gegenüber allen Religionen und Glaubensrichtungen. Und plötzlich war die Zeit für mich gekommen, Gott bewusst in mein Leben zu lassen. Je länger ich nun diesen Weg gehe, desto mehr und mehr Raum nimmt er in mir und meinem Alltag ein. So dankbar ich für mein anfängliches Vertrauen ins Leben war, so ist dies nicht mit dem Gefühl vergleichbar, welches mit einer bewussten Entscheidung einhergeht, sich zu Gott hinzuwenden. Und damit meine ich nicht, einfach nur an Gott zu glauben, sondern ihn in sein Herz zu lassen, in seinen Alltag, in seine Gedanken und sein Leben ganz gar auf ihn auszurichten und zu erkennen, dass es die göttliche Liebe ist, die ihren Ausdruck in der Vielfältigkeit der Religionen und Menschen findet. Es ist die göttliche Liebe, die jeder Religion zugrunde liegt. Es ist die göttliche Liebe, die den gemeinsamen Nenner bildet. Es ist die göttliche Liebe, die erkennen lässt, dass alle Menschen, alle Religionen letztendlich einer einzigen Quelle entspringen, einer Quelle, die nicht durch mentale menschliche Glaubenskonzepte beschreibbar ist. Es ist das ewig Unbeschreibbare. Und das Wunder, dessen wir uns nicht wirklich bewusst sind, ist, dass wir letztendlich diese Quelle sind. Diese Erkenntnis wahrhaftig zu erlangen empfinde ich als Sinn meines menschlichen Seins – Reiki und die Hingabe zu Gott helfen mir auf diesem Weg.

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Der Weg zu sich selbst setzt jedoch nicht voraus, dass man einer Glaubensrichtung angehören oder zwangsläufig an etwas glauben muss. Diese Erwartung erzeugt mehr Druck als Befreiung. Egal, ob nun streng gläubig oder Atheist, will man den Reiki-Weg als Selbstfindungsweg beschreiten, geht es zu Beginn eher darum, offen zu sein für neue Erfahrungen und für Veränderungen, offen zu sein für die Innenschau – für das Forschen nach der Frage „Wer bin ich?“ – und die Bereitschaft über sich und seine Denk- und Handlungsweisen nachzudenken. Und im Laufe des Weges wird man erkennen, dass der Weg zu sich selbst der Weg zu Gott ist.

Voller Dankbarkeit kann ich sagen, dass ich durch Reiki zu Gott gefunden habe – und zu Jesus Christus, dessen Bild in mir nun kein Unwohlsein mehr auslöst, sondern ein Gefühl der Vertrautheit, des Trostes, des zu Hause Ankommens…

In Liebe und Dankbarkeit,
C.W.

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