Zwei Menschen die sich an der Hand halten

Erfahrungsbericht: Achtsamkeit, Geduld und Wachsamkeit als Tugenden am Reikiweg

Artikel aktualisiert am 05.11.2018

Am Reiki-Weg gilt es, Tugenden zu entwickeln. Diese dienen dazu, das „Ich“ mehr und mehr einzuschränken, sodass die wahre Natur unseres Seins erstrahlen kann. E.S. beschreibt in diesem Artikel den Zusammenhang zwischen Reiki, Geduld, Achtsamkeit und Wachsamkeit.

Was soll ich nur darüber schreiben? Was bedeuten diese Wörter überhaupt? Ist eine Definition der Wörter wichtig? Nein, eher nicht. Also, was haben nun Achtsamkeit, Geduld und Wachsamkeit mit mir und dem Reiki-Weg zu tun? Das habe ich mich gefragt, als ich die Überschrift zu dem Artikel, den ich schreiben soll, gelesen habe.
Was ist Achtsamkeit überhaupt? Und wo bin ich unachtsam? Nach einigen „Vorweihnachtsgeschenken“, die mir der liebe Gott in den letzten Tagen ganz „aktiv“ gemacht hat, kann ich spüren, was Achtsamkeit ist. Achtsamkeit ist Gewahrsein. Achtsamkeit ist Präsenz. Meine Unachtsamkeit bezieht sich auf die Stille, die Ruhe und das Schweigen. Ich werde dem Selbst nicht gerecht, da ich meine Zeit nicht sinnvoll nutze. Zweifel, Ängste und Sorgen sind eine „interessante“ Art der Zeitverschwendung und der Unachtsamkeit. Es gibt bei der Achtsamkeit nur eine Aufgabe und diese lautet Präsenz. Und dabei ist es egal, was ich gerade tue. Wenn ich präsent bin, bin ich (achtsam).

Erkenntnis Geduld am Reiki-Weg

Meine Erkenntnis mit der Geduld war schmerzhafter. So lange habe ich mich angelogen und es nicht mal gemerkt. Jahrelang habe ich geglaubt, ich sei geduldig. Doch das war falsch. Ich war nicht geduldig. Ich war in vielen Situationen einfach beherrscht. Als ich diesen „Lügner“ entlarvt habe, war das schmerzhaft und peinlich. Ich habe diese Ungeduld und Wut wie einen Schmerz verborgen. Wie wenn man das Gesicht verzieht, weil es so weh tut. Ich habe mich beherrscht – das hat mit wahrhaftiger Geduld nun wirklich nichts zu tun. Ein Vulkan ist nur dann erloschen wenn auch unter der Erde (im Unsichtbaren) nichts mehr brodelt. Dann herrscht Ruhe. Ich spüre seit wenigen Tagen den Unterschied zwischen Geduld und Beherrschung. Die Geduld hat was Weites, Gütiges, gleichgültig Liebendes an sich. Während die Beherrschung einer wütenden, gefangenen Unterdrückung gleichkommt. Wenn ich nun diese wütende Beherrschung wahrnehme, bitte ich das „Selbst“, dies zu übernehmen. Und so wandelt sich die wütende Beherrschung in Selbstbeherrschung! Geduld ist Präsenz. Egal, ob es dann Geduld heißt oder Selbstbeherrschung, es kommt aus ein und derselben Quelle.
Ist die Wachsamkeit nur eins?

Wie oft bin ich selbst nicht wachsam, weil ich so sehr von Äußerlichkeiten abgelenkt bin? Ich verhalte mich dann wie ein junger Hund, der alles vergisst und losstürmt. 100.000 Dinge lenken ihn ab und er verliert das Ziel vor Augen. Der wachsame Hund liegt dort und es scheint so, als ob er schläft und doch entgeht ihm nichts. Er vertraut auf (sich) SELBST. So ist nun die Wachsamkeit eine Möglichkeit, hinter den Vorhang zu blicken und die Illusion/den Traum zu erkennen. Die Wachsamkeit ermöglicht die Nichtidentifikation und ist Präsenz.

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Die Geduld, die Wachsamkeit und die Achtsamkeit gehören einer Trinität an. Wie kann man präsent sein, ohne gleichzeitig geduldig, wachsam und achtsam? Deshalb vereint Präsenz die Geduld, Wachsamkeit und Achtsamkeit in sich. Es ist vergleichbar mit der Dreieinigkeit Gottes – der Vater, der Sohn und der Heilige Geist. Und doch ist alles Gott. Hier schließt sich der Kreis. Ich danke Gott, dass ich den Artikel zu dem Thema schreiben durfte. Es hat mir soooooo gedient. Ich habe (dadurch) so viele Erfahrungen machen dürfen. Danke.

Umarmung von Herzen,
ES

Literaturempfehlung zum Thema Geduld und Achtsamkeit

Folgende Bücher erachten wir als äußerst hilfreich in der Auseinandersetzung mit diesem Thema:

Befreie dich selbst! Über die Kunst, wahrhaftig zu leben
  • Matthias A. Exl
  • Herausgeber: Mankau
  • Auflage Nr. 1 (15.08.2008)
  • Gebundene Ausgabe: 215 Seiten

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